Eine Familiengeschichte, seit 1978
Das Restaurant
Das Haus
Mitten in Médran, am Fuss der Pisten, pflegt Au Vieux Verbier seit bald fünfzig Jahren dieselbe Vorstellung von Gastfreundschaft: eine grosszügige Küche aus der Region, fachgerecht serviert, unter Balken, die mehrere Generationen haben kommen und gehen sehen.
Ein Haus mit eigenem Charakter, mit seinen Winkeln, seinen typischen Stuben und jener Atmosphäre eines alten Chalets, die sich nicht nachbauen lässt.
- Seit 1978
- Zwei Generationen
- Im Mai, Juni und September geschlossen
Die Küche
Über die Jahre hat sich eines nie geändert: die Vorliebe für gute Produkte. Die Küche arbeitet mit frischen, saisonalen und sorgfältig ausgewählten Zutaten, mit besonderem Augenmerk auf Qualität und Herkunft.
Mittags
Im Winter eine grosszügige, ehrliche Küche aus der Region. Wärmende Gerichte nach einem Morgen auf der Piste, dazu die grossen Klassiker des Hauses: das Fondue und die berühmte Potence.
Abends
Die Stimmung wandelt sich und der Tisch wird feiner: schöne Vorspeisen, Fleisch aus der Region, frischer Fisch und Teller, die sich nach Saison und Anlieferung richten.
Unsere Geschichte
Marie-Hélène: Gastfreundschaft als Berufung
Alles beginnt lange vor Verbier, in La Fouly, in einer Pension, die eine Grosstante führte. Damals zogen die Leute aus dem Entremont für die Saison in die Grandhotels, und ein Haus wurde mit demselben Anspruch geführt. Marie-Hélène ist neun, als sie zum ersten Mal in Küche und Service mit anpackt. Die Leidenschaft für die Gastfreundschaft lässt sie nicht mehr los.
Nach der Handelsschule und einer soliden Sprachausbildung arbeitet sie in den grossen Hotels von Champex und geht dann ihr Englisch verbessern. Verbier ist nicht mehr weit.
Nicolas de Torrenté: von der Hotelfachschule Lausanne nach Verbier
Nicolas de Torrenté schliesst 1972 die Hotelfachschule Lausanne ab. Er hat bereits in mehreren Fünfsternehäusern gearbeitet, doch eines steht fest: In Verbier will er bleiben.
Die beiden lernen sich im Dorf kennen. Le Vieux Valais steht damals zur Übernahme, und die Gelegenheit ist zu gut. Mit einem Vorbehalt: In Walliser Familien übernahm man damals kein Lokal gemeinsam, ohne verheiratet zu sein. Sechs Monate später heiraten sie.
1976, Le Vieux Valais. 1978, Au Vieux Verbier.
Das Paar übernimmt zuerst Le Vieux Valais, das alte Chalet Nummer 1 des Dorfes. Dort sammeln sie gemeinsam ihre ersten Erfahrungen und bringen den Betrieb mit harter Arbeit wieder auf die Beine.
Zwei Winter später hört man, dass Au Vieux Verbier eine Nachfolge sucht: Die Besitzerin hatte sich auf das Abenteuer Gastronomie eingelassen und wollte es bereits weitergeben. Ein Anruf, ein Gespräch, und es ist entschieden: Das Haus wird ihres.
Das Haus wachsen lassen, ohne es zu verfälschen
Nicolas wechselt in die Küche, Marie-Hélène übernimmt Empfang und Service. Zu zweit verwandeln sie das Haus, ohne seinen Geist je zu verraten. Die Mundpropaganda tut das Übrige: Schon nach wenigen Saisons ist Au Vieux Verbier immer voll.
Die Potence selbst hat sich nicht verändert. Es ist noch immer das ursprüngliche Rezept, das den Ruf des Hauses begründet hat.
Thibault und Florence: die nächste Generation
Thibault ist im Haus aufgewachsen. Mit vierzehn fängt er am Abwasch an: ein Abend pro Woche in der Küche ist der Preis dafür, danach zu seinen Freunden zu dürfen. Das Haus hat ihn nicht mehr losgelassen. Mit achtzehn arbeitet er richtig mit und übernimmt 2006 an der Seite seiner Eltern eine grössere Rolle in der Führung.
Heute führt er das Lokal mit Florence, seiner Partnerin. Das Duo setzt jenes seiner Eltern ganz natürlich fort: Florence am Empfang, in der von Marie-Hélène überlieferten Gastfreundschaft; Thibault an der Führung des Hauses. Ihr Anspruch: die Seele des Restaurants bewahren und ihm zugleich die eigene Vorstellung von Küche geben.
Zwei Generationen, dieselbe Art, Gäste zu empfangen.
Direkt an der Piste, mitten im Ort
In Médran am Fuss der Pisten gelegen, hat Au Vieux Verbier einen bevorzugten Standort mitten im Treiben des Orts. Skifahrer kommen zum Mittagessen herunter und fahren gleich wieder mit der Gondel hinauf auf die Pisten.
Sobald die Sonne scheint, ist die Terrasse ein Traumplatz für ein Essen mit Blick auf die Berge.
Ein Familienbetrieb, eine ehrliche Küche und gute Produkte: seit bald fünfzig Jahren pflegt Au Vieux Verbier die Freude am Empfangen.